
Lokales
Trockenheit setzt Pfälzer Landwirtschaft unter Druck
Die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen stellen viele landwirtschaftliche Betriebe in der Pfalz vor große Herausforderungen. Wochenlang ausgebliebene Niederschläge erhöhen den Aufwand bei der Bewässerung und beeinflussen die Entwicklung zahlreicher Kulturen.
Besonders betroffen sind derzeit unter anderem Kartoffeln, Zuckerrüben und Mais. In dieser Wachstumsphase könnten die Pflanzen Regen besonders gut aufnehmen und verwerten. Beim Getreide zeigt sich die Belastung bereits deutlich: Die Ernte ist weitgehend abgeschlossen und fällt in diesem Jahr vielerorts geringer aus als ursprünglich erwartet. Die extreme Hitze führte teilweise dazu, dass Getreide früher als üblich geerntet werden musste.
Auch im Gemüseanbau ist Wasser inzwischen ein entscheidender Faktor. Ohne zusätzliche Bewässerung wäre der Anbau vieler Kulturen kaum möglich. Betriebe setzen daher verstärkt auf Bewässerung in den Nacht- und frühen Morgenstunden, um Wasser möglichst effizient einzusetzen. Beim Blumenkohl werden beispielsweise zusätzliche Schutzmaßnahmen genutzt, um die Pflanzen vor intensiver Sonneneinstrahlung zu bewahren.
Im Obstbau zeigen sich ebenfalls Folgen der Trockenheit. Besonders Anlagen ohne Bewässerungsmöglichkeiten sind betroffen. Viele Früchte bleiben kleiner und erreichen teilweise nicht die vom Handel geforderten Größen.
Der Weinbau in der Pfalz kommt bislang vergleichsweise besser durch die trockenen Bedingungen. Ältere Rebstöcke profitieren von tiefreichenden Wurzeln, die auch bei trockenen Böden noch Wasser erreichen können. Junge Reben benötigen dagegen regelmäßige Unterstützung durch Bewässerung. Zudem helfen angepasste Anbaumethoden dabei, die Trauben besser vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
Die Branche reagiert zunehmend auf die veränderten Bedingungen. Neben neuen Rebsorten und trockenheitsverträglicheren Pflanzen setzen viele Betriebe auf wassersparende Verfahren und angepasste Bewirtschaftungsmethoden. Auch die Forschung arbeitet an Sorten, die besser mit Hitze und längeren Trockenperioden umgehen können.
Die Entwicklung zeigt: Trockenphasen werden für Landwirtschaft und Weinbau in der Pfalz zu einer dauerhaften Herausforderung. Die Betriebe versuchen, sich mit neuen Strategien und langjähriger Erfahrung an die veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Quelle: tagesschau | Foto: Symbolbild
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