Schwickert: Straßenbau muss Wirtschaftsstandort stärken

 

Schwickert: Straßenbau muss Wirtschaftsstandort stärken

Der neue Verkehrsminister Schwickert hat beim Straßenbau die Wirtschaft und die Dörfer besonders im Blick. Was er vorhat, das hat er der Deutschen Presse-Agentur erläutert.

Mainz (dpa/lrs) -

Beim Bau neuer Straßen und Brücken muss nach Darstellung des neuen rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Achim Schwickert mit Blick auf den Landeshaushalt priorisiert werden. «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss in einer vernünftigen Relation stehen und es muss zugleich den Wirtschaftsstandort stärken», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. 

Dörfer nicht abhängen 

Einzelne Dörfer dürften aber auch nicht abgehängt werden. «Schon seit Jahren ist es so, dass das, was wir sanieren, weniger ist, als das, was als sanierungsbedürftig hinzukommt», beschreibt Schwickert die Herausforderung.

Das Landesstraßenbauprogramm werde derzeit erarbeitet und in der Regel mit dem Haushalt beschlossen, weil die Maßnahmen darin abgebildet seien.  

Bereits geplante Projekte haben Vorrang

«Zunächst muss es um die Projekte gehen, bei denen wir Planungsstände haben», sagte der Verkehrsminister. «Wir müssen uns angucken, wie ist da der jeweilige Stand und müssen abschätzen, wann können wir zum Bauen kommen.» Dabei sei eine Reihenfolge in Abstimmung mit Straßenbauern und Unternehmen wichtig. Priorität hätten etwa: 

  • die Hochstraße in Ludwigshafen
  • die Brücken in Koblenz
  • die Bundesstraße 10
  • Landesstraßen, die planerisch soweit vorne seien, dass gebaut werden können. Dabei sei eine regionale Verteilung sinnvoll, es müssten aber auch innerhalb einer Region Prioritäten gesetzt werden.

Mittelrheinbrücke dauert

Die Mittelrheinbrücke werde bis zur Bundesgartenschau nicht fertig werden, sagte Schwickert. «Da sind wir ja noch weit von einem Baurecht schaffenden Planfeststellungsbeschluss weg.»

dpa

Bild: Die Dörfer im kleinteiligen geprägten Rheinland-Pfalz dürfen vom Straßenbau nicht abgehängt werden, sagt der Minister. | Helmut Fricke/dpa

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Datum: 12.08.2026
Rubrik: Lokales
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