Laut RKI deutlich mehr Hitzetote in Rheinland-Pfalz

 

Laut RKI deutlich mehr Hitzetote in Rheinland-Pfalz

Das RKI meldet für Rheinland-Pfalz eine bundesweit sehr hohe Zahl an Hitzetoten. Was die aktuellen Schätzungen zur hitzebedingten Sterblichkeit noch zeigen.

Mainz/Berlin (dpa/lrs) -

In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Rheinland-Pfalz bereits rund 2.000 Menschen an der Hitze gestorben. Die Zahl umfasst die Sterbefälle bis zum 16. August, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht hervorgeht. Die bisher geschätzten 1.960 Hitzetoten seien deutlich mehr, als seit 2016 in jedem einzelnen Gesamtjahr an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben seien.

Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es bisher 2018 - damals waren es im gesamten Jahr in Rheinland-Pfalz etwa 620. Im laufenden Jahr kommen 47,6 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner - das ist der bundesweit zweithöchste Wert nach dem Saarland. Im vergangenen Jahr betrug der Wert in Rheinland-Pfalz 6,1. 

Die Angaben, auch zu den vergangenen Jahren, variieren im Vergleich zu den RKI-Angaben im vorigen Wochenbericht. Laut Sprecherin liegt das daran, dass die Schätzungen jeden Monat neu berechnet werden - auch die für die vergangenen Jahre. «Auch das Modell wird weiter entwickelt, daher kommen nicht zwingend die exakt gleichen Zahlen raus», erklärte sie.

Knapp 16.000 Sterbefälle in Deutschland

Die Schätzung des RKI basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes. 

Die Spannweite der Schätzungen ist hoch: Je nach Berechnung kommen die Statistikerinnen und Statistiker des RKI auf 1.660 bis 2.310 hitzebedingte Sterbefälle bis Mitte August dieses Jahres in Rheinland-Pfalz. 

Hitzeperioden haben deutschlandweit in diesem Jahr nach den Schätzungen des RKI bisher zu rund 15.800 Sterbefällen geführt. Damit starben bisher in diesem Jahr auch bundesweit deutlich mehr Menschen infolge von Hitze als in den Vorjahren. Besonders betroffen sind ältere Menschen. 

Von den geschätzten 15.800 hitzebedingten Sterbefällen seien 9.600 auf die besonders heiße 26. Kalenderwoche Ende Juni und etwa 4.000 Sterbefälle auf die Hitze von Ende Juli bis Mitte August zurückzuführen, teilt das RKI mit.

dpa

Bild: Laut RKI waren es dieses Jahr besonders viele Hitzetote. (Symbolbild) | Andreas Arnold/dpa

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Datum: 27.08.2026
Rubrik: Lokales
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