
Herkunft von Drohnen an Luxemburger Flughafen weiter unklar
Nach Drohnensichtungen am Flughafen gibt sich die Regierung betont vorsichtig. Aber man will gegen Drohnen im Großherzogtum aufrüsten. Was geplant ist.
Luxemburg (dpa) -
Die Herkunft von größeren Drohnen, die in den vergangenen Tagen zweimal für die zeitweilige Sperrung des Flughafens Luxemburg sorgten, bleibt weiter unklar. «Wir spekulieren in dieser Frage nicht», sagte Premierminister Luc Frieden vor Journalisten. «Jeder von uns hat vielleicht seine Ideen. Aber diese Regierung teilt nur etwas mit, wenn sie ganz sicher ist.»
Am 18. und am 21. September war nach Sichtung von mehreren Drohnen der Flughafen vorübergehend gesperrt worden – beim ersten Zwischenfall für etwa drei Stunden, beim zweiten für knapp eine Stunde. «Das kann nicht auf Privatpersonen zurückgeführt werden», sagte Frieden.
Die Drohnen seien größer gewesen als solche, die im Handel erhältlich seien. Keine der Drohnen habe sichergestellt werden können. Man wisse aber heute, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe.
Regierung kündigt zusätzliche Investitionen an
«Das ist etwas Neues für Luxemburg und es gibt ein potenzielles Sicherheitsrisiko», sagte der Regierungschef. Luxemburg habe schon in den vergangenen Monaten in Ausrüstung zur Erkennung und Bekämpfung von Drohnen investiert. Zusätzliche Investitionen würden noch in diesem Jahr vorgenommen. Frieden machte keine Angaben über die Art des Materials oder die Höhe der geplanten Ausgaben.
Er dankte vor allem Belgien und Frankreich, die «mit zusätzlichem Material geholfen haben». Auch Deutschland, die Niederlande und die USA hätten «Informationen geliefert und Hilfe angeboten».
Verteidigungsministerin Yuriko Backes sagte, die luxemburgischen Pläne für den Schutz kritischer Infrastruktur würden verstärkt. «Aber ich kann nicht sagen, dass das nicht wieder passiert», sagte die Ministerin. «Keine Regierung kann hundertprozentige Sicherheit garantieren.»
dpa
Bild: Premierminister Luc Frieden berief nach dem Vorfall mehrere zuständige Minister sowie betroffene Behörden und Dienste ein. (Archivbild) | Michael Kappeler/dpa
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