
Prozess um zerteilte Frau gestartet
Er soll seine Frau im Auto getötet, die Leiche in einem Waldstück zerteilt und das gemeinsame Baby ausgesetzt haben. Nun steht ein 42-Jähriger vor Gericht. Angehörige hoffen auf Aufklärung.
Bonn (dpa) -
Knapp ein Jahr nach dem Fund einer zerteilten Frauenleiche an verschiedenen Orten in Deutschland hat in Bonn der Prozess gegen den Ehemann der Toten begonnen. Dem 42-Jährigen wird vorgeworfen, seine Frau im November 2025 in einem Auto in Bonn getötet zu haben, indem er sie erwürgte oder erstickte. Danach soll er das gemeinsame Kind - damals drei Monate alt - nach Hessen gefahren und dort in der Nähe eines Klosters ausgesetzt haben. Die Leiche der Frau habe er anschließend in einem Waldstück in Rheinland-Pfalz zerteilt, so die Staatsanwaltschaft.
Der Fall hatte im vergangenen Jahr für viel Entsetzen gesorgt, da die Überreste der Toten erst nach und nach entdeckt wurden. Ihre Hände etwa fand man auf einer Autobahn im Sauerland, den Körper im Norden von Rheinland-Pfalz. Das Kind des Paares konnte gerettet werden.

Vor dem koptisch-orthodoxen Kloster St. Antonius in Waldsolms wurde das drei Monate alte Baby des Paares gefunden - nun beginnt der Prozess gegen den Vater. (Archivbild) | Christian Lademann/dpa
Von dem Verfahren erhofft sich die Familienseite der Frau Klarheit, warum die damals 32-Jährige aus Eritrea zu Tode kam. Das Paar habe 2019 geheiratet, 2024 sei die Frau im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland gekommen.
Der ebenfalls aus Eritrea stammende Angeklagte, der eigenen Angaben zufolge einige Jahre zuvor nach Deutschland geflohen war, machte im Prozess jedoch keine Angaben zu den Vorwürfen. Ein Urteil könnte Mitte Dezember fallen.
dpa
Bild: Der Angeklagte betrat den Gerichtssaal mit einer schwarzen Kapuze auf dem Kopf. | Federico Gambarini/dpa
Berichterstattung regional und aktuell aus Koblenz und der Region Mittelrhein.















































