
Schnieder verurteilt Drohung gegen Synagoge in Speyer
Nach einem Drohbrief mit einer weißen pulverförmigen Substanz ermittelt die Polizei. Jetzt äußert sich Ministerpräsident Schnieder zu dem Vorfall.
Mainz/Speyer (dpa/lrs) -
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat die Drohung gegen die Synagoge in Speyer vom Freitag scharf verurteilt. Er sicherte der jüdischen Gemeinschaft in Rheinland-Pfalz «die volle Solidarität der Landesregierung» zu.
«Der Vorfall an der Synagoge in Speyer erschüttert mich. Wer eine jüdische Gemeinde mit Hassbotschaften und Einschüchterungsversuchen bedroht, greift jüdisches Leben in unserem ganzen Land an», teilte Schnieder mit.
«Für mich und die gesamte Landesregierung ist klar: Jüdinnen und Juden müssen in Rheinland-Pfalz sicher und ohne Angst ihren Glauben leben können. Antisemitismus hat bei uns keinen Platz.»
Ermittlungen der Polizei laufen
Jetzt gelte es, die Hintergründe aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. «Wer eine solche Tat begeht, hat mit der vollen Härte unseres Strafrechts zu rechnen», sagte er.
Die Polizei ermittelt wegen eines Drohbriefs, der am Freitagmorgen per Post bei der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer einging. Darin drohte laut Polizei der unbekannte Verfasser damit, die Synagoge in die Luft zu sprengen.
In dem Brief befand sich laut Polizei zudem ein unbekanntes Pulver. Die Untersuchung der weißen Substanz ergab, dass von ihr keine Gefahr ausging. Experten des Landeskriminalamtes stellten nach einer Prüfung fest, dass derzeit keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung vorliegen.
dpa
Bild: Das unbekannte Pulver im Drohbrief wurde von Experten des Landeskriminalamtes als ungefährlicher Stoff identifiziert. (Symbolbild) | David Inderlied/dpa
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