
Zahl der rheinland-pfälzischen Häftlinge steigt
Statistiker haben die Häftlinge in rheinland-pfälzischen Gefängnissen gezählt: Rund 3.200 Menschen saßen mit Stand Ende März hinter Gittern. Die meisten verbüßten Freiheits- oder Jugendstrafen.
Bad Ems (dpa/lrs) -
Mit 3.150 Insassen in den rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalten ist die Zahl der Häftlinge im Land im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Zum Stichtag des 31. März seien das 2,8 Prozent oder rund 100 Häftlinge mehr als noch 2025 gewesen, teilte das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mit. Unter den Gefangenen waren demnach mehr als 2.900 Männer und über 200 Frauen.
Knapp 2.500 Menschen, rund 78 Prozent aller Insassen, verbüßten nach einer rechtskräftigen Verurteilung eine Freiheits- oder Jugendstrafe oder befanden sich in einer anschließenden Sicherungsverwahrung. Gegen etwa 700 Menschen war Untersuchungshaft oder eine andere freiheitsentziehende Maßnahme angeordnet worden.
Vermögens- und Eigentumsdelikte der häufigste Haftgrund
Unter den rund 2.500 verurteilten Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten waren Vermögens- und Eigentumsdelikte der häufigste Haftgrund: Mehr als 900 Menschen saßen etwa wegen Raubs, Diebstahls oder Betrugs ein.
Rund 800 Gefangene waren wegen Delikten gegen Personen inhaftiert, darunter Körperverletzungs-, Sexual- und Tötungsdelikte. Etwa 400 Menschen befanden sich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Haft. Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Justizministeriums verfügt das Land insgesamt über rund 3.300 Haftplätze.
dpa
Bild: So wie hier in Wittlich sitzen derzeit fast 3.200 Häftlinge in Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz. (Archivbild) | Harald Tittel/dpa
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