
Gen Z protestiert: Tausende Zusagen für Demo in Mainz
Mehr als 3.400 Menschen haben für die Kundgebung in der Landeshauptstadt zugesagt. Die Gen Z will gegen Wehrpflicht und steigende Kosten protestieren - bleibt es in Mainz friedlich?
Mainz (dpa/lrs) -
Für Samstag (31. Oktober) ist in Mainz ein Protest junger Menschen gegen Wehrpflicht, steigende Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel und Kürzungen in der Bildungspolitik angekündigt. Laut der Homepage des Initiators «Gen Z regelt» haben mehr als 3.400 Menschen ihre Teilnahme an der Kundgebung in Mainz angekündigt. Der Protest soll demnach um 14 Uhr auf dem zentralen Gutenbergplatz beginnen.
Mainz ist eine von deutschlandweit 28 Städten, in denen am Samstag laut der Initiative «Gen Z regelt» Kundgebungen sein sollen. In fünf davon organisiert die Initiative die Veranstaltung selbst.
Sicherheitsbehörden erwarten keine Gewalt
Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf gewalttätige Aktionen in Mainz. Sollte es zu Ausschreitungen kommen, stünden jedoch weitere Polizeikräfte zur Verfügung. Die Polizei sei vorbereitet.
Vonseiten des Polizeipräsidiums Mainz hieß es ebenfalls, man gehe nach derzeitiger Bewertung von einem störungsfreien Verlauf aus. «Gleichwohl ist die Polizei im Rahmen ihrer routinierten Einsatzplanung darauf vorbereitet, flexibel und angemessen auf etwaige Lageveränderungen zu reagieren.»
Die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden verfolgten die Entwicklung der Lage kontinuierlich und stünden im permanenten Austausch mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder, hieß es in einer Mitteilung des Präsidiums weiter. «Die Erkenntnisse zu den Vorfällen in Frankreich und Europa fließen in die fortlaufende Bewertung der Sicherheitslage ein.»
Auch der Handelsverband Südwest rechnet aktuell nicht mit größeren Ausschreitungen. Man blicke relativ entspannt auf den kommenden Samstag, so der Verband auf Anfrage. In Mainz und Rheinland-Pfalz würden daher im Einzelhandel zunächst keine Vorkehrungen getroffen.
Proteste begannen in Frankreich
Die Proteste gehen auf Schülerdemonstrationen in Frankreich zurück, die Ende September begonnen hatten. Die Schülerinnen und Schüler fordern dort eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen.
Die Demonstrationen erreichten in Frankreich landesweit Hunderttausende Teilnehmende. Im Zusammenhang mit den Protesten kam es zu Krawallen und Plünderungen. Polizeikräfte und Demonstranten wurden verletzt und Tausende Menschen festgenommen. Auch in Italien und Belgien gab es zuletzt gewalttätige Zusammenstöße mit der Polizei.
dpa
Bild: Am 31. Oktober ruft das Bündnis «Gen Z regelt!» zu Demonstrationen in Mainz auf. (Symbolbild) | Sven Kaeuler/dpa
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