
Mehr Medizinstudienplätze - CDU-Fraktion für Stipendien
Die Oppositionsfraktion sieht deutlich zu wenig Studienkapazitäten im Land. Und ein Ausbau wirkt nur auf längere Sicht. Daher schlägt sie eine Art «Brückenlösung» vor.
Mainz (dpa/lrs) -
Stipendium für mehr Medizinstudienplätze: Die rheinland-pfälzische CDU-Fraktion bringt Ideen für die neue Kooperation des Westpfalz-Klinikums mit der privaten Semmelweis-Universität in Budapest in den Landtag. Es brauche endlich einen Ausbau der Kapazitäten an Studienplätzen im Fach Humanmedizin, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christoph Gensch. Da es im Land trotz des Ärztemangels nach wie vor nur 450 Studienplätze pro Jahr in Mainz gebe, biete es sich an, das neue Angebot in Budapest und Kaiserslautern in den Blick zu nehmen.
Konkret spricht sich die CDU-Fraktion dafür aus, den Studenten ein Landesstipendium anzubieten, also die Studiengebühren von rund 18.000 Euro pro Jahr zu zahlen. Gekoppelt sein soll das nach dem Willen der Union an die Verpflichtung, nach dem Studium mindestens zehn Jahre ärztlich in Rheinland-Pfalz tätig zu sein.
Die Kooperation des kommunalen Westpfalz-Klinikums - Gesellschafter sind die Stadt Kaiserslautern, der Kreis Kusel sowie der Donnersbergkreis – und der Semmelweis-Universität umfasst ein Studium, das teils an der Donau, teils in Kaiserslautern absolviert wird, hierzulande an der Medical School Kaiserslautern. Der erste Studiengang mit 40 Teilnehmern startete im vergangenen September in Budapest und kommt 2028 nach Kaiserslautern.
Gensch hält 650 Medizinstudienplätze im Land für nötig, um für genügend Ärztenachwuchs zu sorgen. Da das aber nicht kurzfristig zu schaffen sei, brauche es «Brückenlösungen».
dpa
Bild: Nach Meinung der CDU-Fraktion tut die Landesregierung zu wenig, um für mehr Ärztenachwuchs zu sorgen. (Symbolfoto) | Daniel Vogl/dpa
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