
Getöteter Zugbegleiter: Minister fordert mehr Zivilcourage
Hessens Vizeregierungschef Mansoori dringt auf mehr Engagement «in einer Zeit, in der sich offenbar niemand berufen fühlte, dazwischen zugehen, als jemand aus unserer Mitte totgeprügelt wurde».
Wiesbaden (dpa) -
Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im benachbarten Rheinland-Pfalz hat Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) zu mehr Zivilcourage aufgerufen. Er wünsche sich parteiübergreifend ein Nachdenken darüber, «welchen Beitrag wir dazu leisten können, gegen diese Verrohung in unserer Gesellschaft, die sich immer mehr nicht nur in der Sprache ausdrückt, sondern auch in Taten, vorzugehen», sagte der hessische Vizeregierungschef im Wiesbadener Landtag.

Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) findet deutliche Worte nach dem tödlichen Angriff auf einen Bahnmitarbeiter im Nachbarland Rheinland-Pfalz. (Archivbild) | Arne Dedert/dpa
Es gehe um die Frage, wie dazu beigetragen werden könne, «dass es uns mehr angeht, was unseren Nachbarn und Mitmenschen widerfährt und wie man Zivilcourage stärken kann in einer Zeit, in der sich offenbar niemand berufen fühlte, dazwischen zugehen, als jemand aus unserer Mitte totgeprügelt wurde», mahnte Verkehrsminister Mansoori.
Bundesweites Entsetzen
Die Gewalttat hatte deutschlandweit Entsetzen ausgelöst. Der 36-jährige Bahnmitarbeiter war am Montagabend nahe Kaiserslautern bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress von einem Mann ohne gültiges Ticket mit Schlägen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft.
dpa
Bild: Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist auch im hessischen Landtag zum Thema geworden. (Archivbild) | Patrick von Frankenberg/dpa
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