
Barmer-Report: Rückgang bei Grippeimpfungen ab 60 Jahren
Grippe kann für Ältere lebensgefährlich werden. Dennoch nimmt die Zahl der Grippeimpfungen bei Menschen über 60 Jahren ab.
Mainz (dpa/lrs) -
In Rheinland-Pfalz sind nach Angaben der Krankenkasse Barmer deutlich zu wenige ältere Menschen gegen Grippe geimpft. Wie aus dem aktuellen Arzneimittelreport der Krankenkasse hervorgeht, waren 2023 nur 39,8 Prozent der bei der Barmer versicherten Menschen ab 60 Jahren im Land gegen Grippe geimpft.
Damit liegt Rheinland-Pfalz leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 40,8 Prozent. Die Ständige Impfkommission empfiehlt allen Menschen ab 60 Jahren eine jährliche Grippeimpfung. «Die Grippeimpfung rettet Leben, denn eine Grippe kann besonders für Ältere sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensbedrohlich verlaufen und sogar tödlich enden», sagte Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Impfquote seit Jahren rückläufig
Der Report zeigt zudem einen deutlichen Abwärtstrend: 2020 lag die Impfquote noch bei 47,7 Prozent, 2021 bei 46,0 Prozent und 2022 bei 42,3 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt den Angaben zufolge allerdings die Impfbereitschaft wieder. Während 2023 nur 23,5 Prozent der 60- bis 64-Jährigen geimpft waren, erreichte die Quote bei den über 90-Jährigen 54,9 Prozent.
Grundlage der Auswertung sind anonymisierte Abrechnungsdaten der Krankenkasse aus den Jahren 2017 bis 2023. Für 2023 wurden 166.468 Versicherte aus Rheinland-Pfalz berücksichtigt, die mindestens 60 Jahre alt waren.
Jährliche Anpassung der Impfstoffe
Grippeviren verändern sich kontinuierlich, weshalb die Impfstoffe jedes Jahr angepasst und der Impfschutz jährlich aufgefrischt werden muss, heißt es in dem Barmer-Report. Übertragen werden Influenzaviren vor allem durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen, aber auch über die Hände. Typisch ist ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten. Bei Verdacht auf eine Grippeerkrankung sollte man sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, sagte die Landesgeschäftsführerin der Krankenkasse.
dpa
Bild: Grippeviren verändern sich kontinuierlich, weshalb die Impfstoffe jedes Jahr angepasst werden. (Symbolbild) | Stephan Jansen/dpa
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