Hat Rheinland-Pfalz genügend Eier zu Ostern?

 

Hat Rheinland-Pfalz genügend Eier zu Ostern?

Lieferengpässe und Tierseuchen setzen dem Eiermarkt zu. Warum Rheinland-Pfalz dennoch kaum Versorgungsprobleme zu Ostern erwartet.

Bad Kreuznach/Mendig (dpa/lrs) -

Kurz vor Ostern steht der deutsche Eiermarkt weiter unter Druck. Grund seien unter anderem Lieferengpässe infolge eines Bestandsabbaus in den Niederlanden, sagte Harald Kopp von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Hinzu kämen wiederkehrende Produktionsausfälle durch Tierseuchen wie die Aviäre Influenza und die Newcastle-Krankheit. 

Gleichzeitig steigt die Nachfrage laut Kopp weiter an. «Zudem erfreut sich das "Superfood" Ei einer zunehmenden Beliebtheit auf Verbraucherseite und die Nachfrage in Lebensmitteleinzelhandel und Discount boomt», sagte er.

Eine Sprecherin des Geflügelhofs Andres in Mendig sagte, die Eierbestände seien «auf jeden Fall zu knapp». Es gebe «viel mehr Anfragen, als wir sättigen können», sagte sie. In dem Zuge würden auch die Preise steigen.

Lage in Rheinland-Pfalz stabil

Kopp sieht in Rheinland-Pfalz jedoch eine vergleichsweise stabile Lage. «Regional verläuft das Marktgeschehen deutlich ruhiger», erklärte Kopp. Größere seuchenbedingte Ausfälle seien hier bislang selten, zudem werde ein Großteil der Produktion direkt in den regionalen Handel geliefert. Viele Erzeuger setzten auf langfristige Lieferverträge mit festen Preisen, was sowohl Absatz als auch Verfügbarkeit absichere.

Für das Ostergeschäft erwartet Kopp daher keine gravierenden Engpässe bei Frischeiern. «Von größeren Versorgungslücken mit Frischware zu Ostern ist nicht auszugehen», sagte er. Möglich sei lediglich, dass einzelne Gewichtsklassen oder Haltungsformen zeitweise nicht verfügbar seien.

Unsicher bleibt die Lage allerdings bei gefärbten Eiern. Aufgrund begrenzter Kapazitäten in den Färbereien könnten hier punktuell Engpässe auftreten, so Kopp.

dpa

Bild: Der Eierbestand in Rheinland-Pfalz ist laut Harald Kopp von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz vergleichsweise stabil. (Symbolbild) | Arne Dedert/dpa

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Datum: 31.03.2026
Rubrik: Lokales
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