Titeljäger schwärmen aus: Mainz und Freiburg träumen

 

Titeljäger schwärmen aus: Mainz und Freiburg träumen

Das Bundesliga-Duell zwischen Mainz und Freiburg wird schnell vergessen sein. Doch auf beide Clubs warten besondere Wochen. Die leeren Trophäenschränke könnten schon bald Geschichte sein.

Mainz (dpa) -

Der Blick in die Titelvitrinen fällt beim FSV Mainz 05 und beim SC Freiburg ziemlich ernüchternd aus. Immerhin zwei Zweitliga-Meisterschalen hat der Sport-Club in den vergangenen beiden Dekaden gesammelt - daneben sind weniger glorreiche Errungenschaften wie ein erster Platz in der 1. Amateurliga Südbaden (Freiburg) oder ein paar Erfolge im Südwestpokal (Mainz) gelistet.

Einen großen Titel haben beide Vereine bislang nicht gewonnen. Doch das könnte sich in den kommenden Wochen schlagartig ändern. Freiburg und Mainz werden im Saisonendspurt neben dem großen FC Bayern zu Trophäenjägern auf europäischem Parkett und könnten schon Ende Mai drei bedeutende Titel auf sich vereinen.

Fischer sah «typisches 0:0-Spiel»

Die Elf von Julian Schuster steht im Halbfinale des DFB-Pokals und ist auch in der Europa League kurz vor dem Einzug in die Runde der letzten Vier. Die Mainzer sind nur noch einen Schritt vom Halbfinale in der Conference League entfernt.

Dementsprechend schnell war das schmucklose 1:0 der Freiburger, bei dem die immer wieder blutende Nase von Ex-Weltmeister Matthias Ginter noch der größte Hingucker war, für beide Mannschaften abgehakt. «Es war ein typisches 0:0-Spiel», befand der Mainzer Trainer Urs Fischer zum Abschluss des 29. Bundesliga-Spieltags und hatte damit nicht Unrecht.

Protestierten vehement beim Referee: Günter und Schuster.

Protestierten vehement beim Referee: Günter und Schuster. | Torsten Silz/dpa

Das nationale Niemandsland verlassen

Zwar betonten die Freiburger tapfer die Bedeutung der Bundesliga und ihren Willen, diese auf einem siebten Platz vor Eintracht Frankfurt abschließen zu wollen. Doch tatsächlich geht es in den kommenden Wochen für beide Vereine um historische Chancen, das nationale Niemandsland zumindest für ein paar Wochen gegen internationale Würden und ganz große Spiele zu tauschen.

Mainz (2:0 im Hinspiel) und Freiburg (3:0) schwärmen unter der Woche nach Europa aus, während für Branchengrößen wie Borussia Dortmund und RB Leipzig die englischen Wochen längst durch sind. Während die 05er nur eine knapp dreistündige Busfahrt von Straßburg trennt, geht es für den Sport-Club ins spanische Vigo.

Amiri mischt wieder mit

«Wir haben zweimal zu null gespielt. Es läuft gut, wir haben sehr viel Selbstbewusstsein. Da ist noch gar nichts durch, in Spanien wird es ekelhaft», sagte Freiburgs Torhüter Noah Atubolu. Trainer Schuster hatte für die Partie in Mainz eine größere Rotation angeschoben und Spieler wie Philipp Lienhart, Vincenzo Grifo und Niklas Beste zunächst auf der Bank gelassen. Die Topelf dürfte im Endspurt vor allem in den Pokalwettbewerben aufgeboten werden.

Schon am Donnerstag sind Tietz und Günter wieder in Europa gefordert.

Schon am Donnerstag sind Tietz und Günter wieder in Europa gefordert. | Torsten Silz/dpa

Bei den Mainzern und Erfolgscoach Fischer, der den Verein im Dezember in großer Abstiegsnot übernommen hatte, ist ein eingespieltes Team gefunden. Dazu drängt Nadiem Amiri nach längerer Verletzungspause zurück Richtung Startelf. Gegen Freiburg kam der Nationalspieler erstmals nach knapp zwei Monaten als Joker wieder zum Einsatz.

Spiele am Donnerstag nacheinander

«Die Ausgangslage bleibt gut, gewonnen haben wir aber noch gar nichts. Gut tut uns, dass wir wieder mehr Optionen haben, wir wissen alle, was die Jungs, die zurückkommen, uns geben können», sagte der Mainzer Verteidiger Stefan Posch zur Ausgangslage vor dem Rückspiel bei Racing Straßburg. 

Die Partie wird am Donnerstag um 21.00 Uhr (RTL) angepfiffen. Die Freiburger, deren Spiel bei Celta Vigo bereits um 18.45 Uhr (RTL+) beginnt, könnten dann den Halbfinaleinzug bereits perfekt gemacht haben.

dpa

Bild: Großer Kampf, wenig Highlights: Mainz und Freiburg im Liga-Duell. | Torsten Silz/dpa

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Datum: 13.04.2026
Rubrik: Lokales
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