
Bewährungsstrafe für Polizisten wegen Kinderpornografie
Drei Tage verhandelte das Mainzer Schöffengericht, dann fiel das Urteil gegen einen Polizisten aus Hessen. Es geht um Bilder, auf denen Kinder von Erwachsenen sexuell missbraucht werden.
Mainz (dpa) -
Ein Polizeibeamter ist wegen des Herunterladens und Besitzes von kinderpornografischen Bildern und Videos zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann aus dem Kreis Mainz-Bingen, der in Hessen beschäftigt war, muss zudem je 9.000 Euro an die Staatskasse und an den Kinderschutzbund bezahlen, wie das Amtsgericht Mainz mitteilte. Der 43-Jährige soll auch vier psychotherapeutische Beratungsgespräche wahrnehmen.
Es ging um fast 1.000 Bilder und Videos
Das Mainzer Schöffengericht sprach den Mann in 23 von 24 angeklagten Fällen aus den Jahren 2016 bis 2020 schuldig. Dabei ging es um nahezu 1.000 Bilder und Videos. Mit der Entscheidung ging das Gericht über den Antrag des Staatsanwalts hinaus, der eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung für den nicht vorbestraften Polizisten gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Mit dem Bekanntwerden der Vorwürfe sei dem Beamten die Führung der Dienstgeschäfte verboten worden, teilte das hessische Innenministerium auf Anfrage mit. Er sei vorläufig des Dienstes enthoben und ein Teil der Dienstbezüge einbehalten worden. Gegen ihn laufe ein Disziplinarverfahren, das für die Dauer des Strafverfahrens ausgesetzt wurde.
dpa
Bild: In Hessen beschäftigter Polizist wegen kinderpornografischen Bildmaterials zu Bewährungsstrafe verurteilt. (Symbolbild) | Michael Brandt/dpa
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