Mehr Lohn im Handel gefordert: Tarifrunde in Rheinland-Pfalz gestartet

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Mehr Lohn im Handel gefordert: Tarifrunde in Rheinland-Pfalz gestartet

Für die rund 150.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz haben die Tarifverhandlungen begonnen. Die Gewerkschaft ver.di fordert dabei eine deutliche Erhöhung der Einkommen: monatlich 225 Euro mehr für Beschäftigte sowie 150 Euro zusätzlich für Auszubildende. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Mit der pauschalen Erhöhung zielt die Gewerkschaft vor allem darauf ab, niedrigere Einkommen stärker zu entlasten. Betroffen sind unter anderem Beschäftigte großer Handelsketten wie Kaufland, Edeka, Rewe und H&M.

Ver.di begründet die Forderungen mit der anhaltend angespannten finanziellen Situation vieler Beschäftigter. Steigende Lebenshaltungskosten hätten in den vergangenen Jahren die Kaufkraft deutlich geschmälert. Gleichzeitig stellt die hohe Teilzeitquote im Einzelhandel ein weiteres Problem dar: Mehr als 60 Prozent der Beschäftigten arbeiten laut Gewerkschaft in Teilzeit – oft nicht freiwillig, sondern mangels ausreichender Vollzeitstellen.

Kritik kommt vom Handelsverband Deutschland (HDE). Er hält die Forderungen für zu hoch und warnt vor möglichen negativen Folgen für die Branche. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage könnten überzogene Lohnsteigerungen Unternehmen belasten und im schlimmsten Fall Arbeitsplätze gefährden.

 

 

Quelle: tagesschau | Foto: Symbolbild

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Datum: 28.04.2026
Rubrik: Lokales
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