
Bakterien im Mineralwasser – Hersteller ruft Chargen zurück
Wegen bakterieller Verunreinigung ruft die Raffelberger Mineralbrunnen GmbH mehrere Chargen Mineralwasser zurück. Welche Produkte betroffen sind und was Verbraucher jetzt wissen müssen.
Düsseldorf/Mainz (dpa) -
Der Hersteller der Mineralwässer «Raffelberger Medium» und «Raffelberger Klassik» hat Glas-Wasserflaschen mit bestimmten Haltbarkeitsdaten zurückgerufen. Im Rahmen von Routinekontrollen sei eine bakterielle Verunreinigung durch das Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt worden, berichtete das Behörden-Portal lebensmittelwarnung.de unter Berufung auf den in Mülheim an der Ruhr ansässigen Hersteller.
Die Verunreinigung könnte zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Vom Verzehr werde daher abgeraten. Verkauft wurde das Wasser in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Betroffen sind demnach neun verschiedene Chargen: Raffelberger Medium in der 0,75-Liter-Flasche mit den Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 09.06.2028, 10.06.2028, 17.06.2028, 18.06.2028, 23.06.2028, 25.06.2028, 27.06.2028, 30.06.2028 sowie Raffelberger Klassik in der 0,70-Liter-Flasche mit dem MHD 16.06.2028.
Hersteller: Gesunde Verbraucher sind nur «sehr gering» gefährdet
«Nach dem Konsum des Mineralwassers besteht für gesunde Verbraucher eine sehr geringe Gefährdung einer Erkrankung», teilte das Unternehmen mit. Der ursächlich technische Defekt sei behoben worden. Alle Chargen nach den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten seien einwandfrei und sicher. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes ist Pseudomonas aeruginosa ein häufiger Erreger von Krankenhausinfektionen.
Die Ware sei sofort aus dem Verkauf genommen worden, hieß es weiter. Weitere Mindesthaltbarkeitsdaten der Marke seien nicht betroffen. Verbraucherinnen und Verbraucher können betroffene Produkte zurückgeben und erhalten ihr Geld zurück - auch ohne Vorlage des Kassenbons.
dpa
Bild: Bestimmte Mineralwasser-Chargen der Marke Raffelberger können Bakterien enthalten. Der Hersteller rät vom Verzehr ab und ruft die Produkte zurück. (Symbolbild) | Sina Schuldt/dpa
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