«Schockanrufe»: Zwei Männer wegen Betrugs angeklagt

 

«Schockanrufe»: Zwei Männer wegen Betrugs angeklagt

Ein angeblicher Unfall und die Forderung nach einer Kaution: Mit dieser Masche sollen zwei Männer Geld und Wertgegenstände bei ihren Opfern abgeholt haben. Was ihnen vorgeworfen wird.

Kaiserslautern (dpa/lrs) -

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat zwei Männer im Alter von 32 und 31 Jahren wegen Telefonbetrugs angeklagt. Den Männern wird vorgeworfen, in jeweils zwei Fällen Geldbeträge und Wertgegenstände bei Opfern sogenannter «Schockanrufe» abgeholt beziehungsweise dies versucht zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. 

Bei den Anrufen hätten sich Komplizen der Männer am Telefon als enge Verwandte oder Polizeibeamte ausgegeben. Dem Opfer sei eine Notsituation, wie ein Verkehrsunfall mit schwer verletzten oder getöteten Personen, vorgetäuscht worden. Unfallverursacher sei angeblich ein Verwandter des Angerufenen gewesen. Dem Angehörigen drohe deshalb eine Verhaftung, die nur durch die Zahlung einer Kaution verhindert werden könne. 

Die beiden Angeklagten seien laut Polizei jeweils im Anschluss an eine geplante Geldübergabe festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen banden- und gewerbsmäßigen Betrug vor. Der 31-Jährige müsse sich zudem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten, da er bei seiner versuchten Flucht die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten habe. Beide Männer befinden sich in Untersuchungshaft, so die Staatsanwaltschaft.

dpa

Bild: Die beiden Angeklagten konnten jeweils bei einer geplanten Geldübergabe festgenommen werden. (Symbolbild) | Bernd Weißbrod/dpa

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Datum: 06.11.2026
Rubrik: Lokales
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