
Rettungsdienst untersucht Betroffene: Reizgas in der Schule?
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte klagen über Beschwerden. Polizei und Feuerwehr rücken an. Der Ort ist von mehreren Einsätzen bekannt.
Ludwigshafen (dpa/lrs) -
Wegen Atemwegsreizungen sind insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen behandelt worden. «Der Rettungsdienst untersuchte die Betroffenen vor Ort; eine weitergehende medizinische Behandlung war nicht erforderlich», teilte die örtliche Polizei mit.
Am Morgen waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zur Schule gerufen worden, weil mehrere Menschen über Beschwerden klagten. Möglicherweise habe eine bislang unbekannte Person Reizgas im Treppenhaus versprüht, teilte die Polizei mit. Sie hat Ermittlungen aufgenommen.
Stichwort «Brennpunktschule»
Die Karolina-Burger-Realschule plus war zuletzt wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Erst im Oktober kam es dort - wie schon 2018 einmal - zu einem Großeinsatz der Polizei, das Gebäude wurde geräumt und durchsucht. Zeugen hatten eine bewaffnete Person gemeldet, gefunden wurde nichts. Im Mai 2025 soll eine Schülerin mit einem Messer auf eine Lehrerin losgegangen sein.
Vor einem Jahr war an der Schule Reizgas versprüht worden, auch ein Böller wurde gezündet. Wiederholt soll es auch zum Drücken des Feueralarms gekommen sein. Das Innen- und das Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz hatten vergangene Woche mehr Polizeipräsenz in «Brennpunktschulen» bekanntgegeben, in denen es bereits Vorkommnisse mit Gewalt gab. Dazu dürfte auch die Karolina-Burger-Realschule plus gehören.
dpa
Bild: Wieder kam es - wie hier 2025 - zu einem Polizeieinsatz in der Schule. (Archivbild) | Wolfgang Jung/dpa
Berichterstattung regional und aktuell aus Koblenz und der Region Mittelrhein.















































