
Lokales
Bürger kritisieren geplante Neugestaltung des Moselufers
Koblenz – Die geplante Neugestaltung des Moselufers im Koblenzer Stadtteil Moselweiß sorgt für Unmut bei Anwohnern und Nutzern des dortigen Fußwegs. Hintergrund ist ein Stadtratsbeschluss vom 7. November 2025, der unter anderem die Entnahme von bis zu 37 hochgewachsenen Bäumen vorsieht.
Nach Angaben von Bürgerinnen und Bürgern, die den Weg regelmäßig nutzen, wird die Maßnahme als erheblicher Eingriff in die bestehende Struktur und Nutzung des Moselufers wahrgenommen. Betroffen seien nicht nur direkte Anwohner, sondern auch Spaziergänger, Freizeitsportler, Familien mit Kindern sowie Menschen aus angrenzenden Stadtteilen.
In einem offenen Bürgerbrief, der an den Oberbürgermeister, den Baudezernenten und die Mitglieder des Stadtrates gerichtet ist, werden mehrere Kritikpunkte aufgeführt. Bemängelt wird unter anderem, dass den Ratsmitgliedern bei der Beschlussfassung offenbar keine detaillierten Planunterlagen zur geplanten Umgestaltung vorgelegen hätten. Zudem werden Zweifel an der fachlichen Bewertung des Ist-Zustands des Weges sowie an der geplanten Wegbreite geäußert, insbesondere mit Blick auf die gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer.
Auch Aspekte des Natur- und Artenschutzes spielen in dem Schreiben eine zentrale Rolle. Der bestehende Baumbestand werde als wichtiger Lebensraum für verschiedene Tierarten sowie als Schattenspender in den Sommermonaten angesehen. Aus Sicht der Verfasser sei unklar, inwieweit mögliche erhaltende Pflegemaßnahmen geprüft worden seien.
Der offene Brief wurde aus privater Initiative verfasst. Darin rufen die Verfasser Bürgerinnen und Bürger, die die Kritik teilen, dazu auf, sich ebenfalls an die Kommunalpolitik zu wenden. Ziel sei es, eine erneute Überprüfung der getroffenen Entscheidung zu erreichen.
Quelle | Foto: Notar Hans-Jörg Assenmacher
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