
Weltkriegsbombe bei US-Heereszentrale für Europa gefunden
Eine alte Fliegerbombe soll bei Wiesbaden entschärft werden. Bahnstrecke und A66 werden dafür gesperrt. Wer von den Evakuierungen betroffen ist.
Wiesbaden (dpa) -
Ein 500-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Vormittag bei Wiesbaden neben dem Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika unschädlich gemacht werden. Die Entschärfung oder kontrollierte Sprengung sei für 11.00 Uhr geplant, teilte die Stadt mit. Der Bereich in einem Radius von 700 Metern um den Fundort werde evakuiert.
Wie lange es dauere, die Bombe unschädlich zu machen, hänge von zahlreichen Faktoren wie etwa Herkunft und Bauart des Zündsystems ab und sei daher vorerst unklar.
Auch vielbefahrene Straßen und Bahnstrecken sind betroffen - etwa die Bahntrasse Wiesbaden-Köln und die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt. Die Autobahn werde in dem Bereich ab 10.30 Uhr gesperrt. Es kommt auch zu minimalen Einschränkungen im Busverkehr.
Betreuungsstelle für Anwohner
Rund 50 Einwohner rund um den nicht dicht besiedelten Fundort müssten am Morgen ihre Häuser verlassen - bis 9.00 Uhr. Für Menschen, die nicht bei Familie, Freunden oder Bekannten außerhalb der Sperrzone unterkommen, gibt es eine Betreuungsstelle in der Johanniter Rettungswache in Amöneburg.
Die amerikanische Fliegerbombe sei am Dienstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten an der Zufahrt der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim gefunden worden, hieß es. Der Blindgänger sei gesichert worden und werde bis zur Entschärfung bewacht. Ein Krisenstab koordiniert alle Maßnahmen.
Wichtiger Militärstandort
Die Lucius D. Clay Kaserne beherbergt mit dem Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika eine wichtige Schaltzentrale für die Nato.
dpa
Bild: Ein 500-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg soll unschädlich gemacht werden. (Symbolbild) | Friso Gentsch/dpa
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