
Fast vier Millionen Liter weniger Moselwein
Weniger als erwartet: Die Ernte 2025 fällt geringer aus als prognostiziert. Wetter und Fäulnis machten den Winzern zu schaffen.
Trier (dpa/lrs) -
Die Moselwinzer haben im vergangenen Jahr weniger Traubenmost eingefahren als zunächst gedacht. Mit 743.000 Hektolitern (74,3 Millionen Liter) lag die Ernte am Ende fast vier Millionen Liter unter der im Oktober 2025 geschätzten Menge, wie der Verein Moselwein in Trier mitteilte.
«Die Einschätzung der Erntemenge war 2025 besonders schwierig, da sich aufgrund der Witterungsbedingungen im Herbst die Menge der Trauben stark reduzierte», hieß es. Im September sorgten hohe Niederschläge und milde Temperaturen demnach dafür, dass sich Fäulnis verbreitete und viele Trauben nicht mehr verwertet werden konnten.
10.000 Hektoliter aus dem Saarland
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz kamen in den Weinbaubereichen Burg Cochem, Bernkastel, Obermosel, Saar und Ruwertal rund 733.000 Hektoliter Traubenmost in die Keller. Im saarländischen Teil der Mosel rund um Perl wurden 10.000 Hektoliter geerntet.
Damit habe das Ergebnis zwar höher als im historisch kleinen Frost-Jahrgang 2024 gelegen. Es sei aber auch deutlich unter einer normalen Ernte, die bei optimalen Bedingungen mehr als 800.000 Hektoliter einbringen würde.
Im Weinbaugebiet Mosel werden rund 8.400 Hektar bewirtschaftet. Die Rebflächen erstrecken sich an der Mosel von Perl im Saarland bis nach Koblenz sowie an den Unterläufen der Flüsse Saar, Ruwer, Sauer. Mehr als 98 Prozent liegen auf rheinland-pfälzischem Gebiet.
dpa
Bild: Die Erntemenge der Moselwinzer fällt für 2025 niedriger aus als erwartet. (Symbolbild) | Harald Tittel/dpa
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