
Fans schimpfen über Toiletten- und Duschen bei Rock am Ring
«Viel zu wenige Spülklos und dann auch noch permanent defekt»: Die Kritik an der Sanitärsituation bei Rock am Ring in sozialen Medien lässt auch die Veranstalter aufhorchen. Wie sie darauf reagieren.
Nürburg (dpa/lrs) -
Viele Festivalbesucher bei Rock am Ring sind unzufrieden mit der Anzahl der Toiletten und Duschen. In den Kommentaren unter den Instagram-Beiträgen des offiziellen Event-Accounts häuft sich die Kritik. «Viel zu wenige Spülklos und dann auch noch permanent defekt», heißt es da zum Beispiel. Oder auch: «Die Duschsituation ist definitiv nicht dieselbe wie letztes Jahr! Nirgends kann man seine Sachen aufhängen.» Ein anderer schreibt: «Es ist zu wenig!»
Auch auf dem Festival selbst ist Kritik zu hören. «Auf dem Campingplatz muss man schon mal 40 Minuten für die Toiletten anstehen», sagt Besucher Fabian (24). Juliana (28) erzählt, dass sie meist 15 Minuten anstehen muss, je nach Uhrzeit auch mal mehr.
Die Veranstalter reagieren auf Instagram: «Hey Leute, es stehen die gleichen Toiletten- und Duschanlagen wie im letzten Jahr zur Verfügung. Dort, wo Campingflächen jetzt erweitert wurden, haben wir die Kapazitäten zusätzlich ausgebaut und an die größeren Flächen angepasst.» Zur genauen Anzahl der Toiletten äußerten sich die Veranstalter auf Anfrage nicht.
Einmal-Urinella im Notfall
Dass Kommentarspalten nicht immer ein eindeutiges Abbild der Realität sind, zeigen auch positive Stimmen vom Festivalgelände. Für Jana (30) gibt es nichts besonderen an den Sanitäranlagen auszusetzen. Jakob (22) findet die Anzahl an Toiletten auf den Campingplätzen in Ordnung, Phillip (21) ergänzt, dass es in der Nähe der Bühnen mehr Toiletten geben könnte.
Auch die hochschwangere Svenja (34) hat gute Erfahrungen gemacht: «Wir sind beim Caravan Camping B und da habe ich tatsächlich Glück: Ich stand bei den Duschen nie an», sagt sie und erklärt, dass das komfortablere Camping bewusst wegen der Schwangerschaft gebucht wurde. «Toiletten sind ebenfalls unproblematisch, da es dort recht schnell voran ging, und wenn eine lange Schlange war, haben mich jetzt die Damen der Reinigungsfirma am Campingplatz immer vor geholt und mir eine Toilette zugewiesen, das war immer sehr, sehr aufmerksam von denen.» Für den Notfall habe sie immer Einmal-Urinellas dabei.
Nicole (40) sagt, Kritik an zu wenig Toiletten gebe es immer, das sei kein neues Phänomen. Während Linkin Park spielte, sei es absolut nicht möglich gewesen, eine Toilette zu finden. Thomas (47) sieht vor allem in der Überfüllung des Festivalgeländes ein Problem.
dpa
Bild: Auf den Campingplätzen stehen meist mobile Toiletten bereit. | Thomas Frey/dpa
Regionale News aus Koblenz















































