
Unimedizin Mainz reduziert rote Zahlen
Der Ministerpräsident favorisiert zwei Standorte für die einzige Uniklinik von Rheinland-Pfalz. Das Land unterstützt die Neuaufstellung.
Mainz (dpa/lrs) -
Die Mainzer Universitätsmedizin hat ihre Verluste verringert. Die einzige Uniklinik von Rheinland-Pfalz verbuchte für das abgelaufene Jahr einen Fehlbetrag von 75 Millionen Euro. Damit gingen die roten Zahlen nach Angaben von Wissenschaftsminister und Aufsichtsratschef Clemens Hoch (SPD) um 21,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Als Gründe für das bessere Ergebnis nannte Hoch unter anderem weiter gestiegene Abrechnungen bei medizinischen Leistungen sowie die Auflösung von Rückstellungen. «Klar ist, dass ein Kurswechsel, wie ihn die Universitätsmedizin gerade vollzieht, Zeit braucht», betonte der Minister. «Und doch ist das Jahresergebnis 2025 ein Indikator dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»
Zwei Standorte
Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hatte sich jüngst für zwei Standorte der Universitätsmedizin Mainz ausgesprochen. Die einzige Uniklinik von Rheinland-Pfalz sei das Zentrum für Spitzenmedizin und medizinische Spitzenforschung im Land, betonte er.
Um die Klinik wirtschaftlich und infrastrukturell krisenresilient aufzustellen, müsse die Neuaufstellung konsequent fortgeführt und die Zweistandortlösung mit Nachdruck verfolgt werden. In die teils marode Infrastruktur der Unimedizin Mainz soll in den kommenden Jahren ein Milliardenbetrag gesteckt werden.
dpa
Bild: Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist das einzige Universitätsklinikum in Rheinland-Pfalz. (Archivbild) | Andreas Arnold/dpa
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