
Saar-Innenminister: Bedrohungen überlagern sich
Mehr rechtsextremistische Straftaten und ein Plus bei Gewalttaten: Der aktuelle Lagebericht des Verfassungsschutzes zeigt eine besorgniserregende Entwicklung.
Saarbrücken (dpa/lrs) -
Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) hat sich besorgt über die vielfältigen Gefahren für die innere Sicherheit im Land gezeigt. «Wir erleben eine Lage, in der sich innere und äußere Bedrohungen zunehmend überlagern», sagte er bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2025. «Auf der einen Seite fordern uns Rechtsextremismus, Linksextremismus und islamistischer Terrorismus von innen heraus. Auf der anderen Seite nehmen Spionage, Sabotage, Cyberangriffe und gezielte Desinformationskampagnen fremder Nachrichtendienste spürbar zu.»
Die «größte Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung geht weiterhin vom Rechtsextremismus aus», sagte Natalie Grandjean, die seit Juni neben Ulrich Pohl an der Spitze des Verfassungsschutzes im Bundesland steht. Die Zahl der erkannten und vermuteten Rechtsextremisten im Saarland habe sich von rund 370 im Vorjahr auf rund 410 Personen zum Jahresende 2025 erhöht, wovon rund 10 Prozent als gewaltorientiert eingestuft werden.
Die Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten im Saarland stieg von 477 auf 491 Fälle. Die Zahl der darin enthaltenen Gewalttaten habe sich mit 32 Fällen «deutlich erhöht» und gegenüber dem Vorjahr mit 17 Fällen fast verdoppelt.
dpa
Bild: Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) sieht eine zunehmende Bedrohung für die innere Sicherheit von innen und außen. (Archivbild) | Oliver Dietze/dpa
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