Wohin mit meinem Weihnachtsbaum – und was wird daraus?

 

Wohin mit meinem Weihnachtsbaum – und was wird daraus?

Letzter Termin oder schon zu spät: Wer seinen Weihnachtsbaum loswerden will, hat in vielen Städten noch Optionen. Was hat Blumenerde damit zu tun?

Mainz/Trier/Koblenz (dpa/lrs) -

Die Nadeln hängen, der Schmuck ist vielleicht auch schon weg, aber in manchen Wohnzimmern steht er noch: das letzte Stück Weihnachten, der Weihnachtsbaum. Und wie wird man den jetzt los?

Wann werden die Weihnachtsbäume abgeholt?

In manchen Städten sind die Abfuhrtermine schon rum, aber in anderen gibt es noch die Chance: Oft werden die Bäume zu bestimmten Terminen zu Hause abgeholt. Das funktioniert dann wie bei der gewöhnlichen Müllabfuhr: Baum an die Straße legen und mitnehmen lassen.

Die Termine sind dann – ebenfalls wie bei der Müllabfuhr – je nach Stadtteil unterschiedlich.

  • Koblenz: Hier werden die Bäume an jeder Adresse zweimal abgeholt. Wer den Weihnachtsbaum also noch etwas stehen lassen will, kann ihn zum zweiten Termin rausstellen. Letzter Termin ist Mitte Februar. Daten für die Stadtteile gibt es hier.
  • Mainz: In der Landeshauptstadt werden die Bäume diesen Samstag (17. Januar) abgeholt.
  • Trier: Die Stadt holt die Bäume teils noch bis zum 20. Januar ab, am selben Tag wie die reguläre Restabfallleerung.
  • Kaiserslautern: Hier werden die Bäume bis zum 23. Januar vor der Haustür abgeholt, am selben Tag wie der Bioabfall. 

Andere Städte wie etwa Neustadt an der Weinstraße haben Sammelstellen eingerichtet. In Ludwigshafen sind die Abholtermine schon rum. Doch was dann?

Was mache ich, wenn ich den Abholtermin verpasst habe?

Die Abfuhr war schon da aber der Baum steht noch? Dann muss der Baum nicht stehen bleiben, bis ein Komposthaufen im Wohnzimmer entsteht. 

«Außerhalb des Sammelzeitraums nehmen die Wertstoffhöfe Weihnachtsbäume kostenfrei entgegen», schreibt die Stadt Kaiserslautern. In Koblenz können sie an der Grünschnittdeponie abgegeben werden. Eine Grüngutsammelstelle ist in Trier dann der richtige Anlaufpunkt. Die Landeshauptstadt verweist bei verpassten Abfuhrterminen an den nächstgelegenen Wertstoffhof sowie die Entsorgungszentren Süd und Nord. «Wer eine Biotonne hat, kann darin Äste bis zu einem Durchmesser von vier Zentimetern entsorgen.»

Am besten informieren sich die Menschen über die genauen Orte auf der Homepage der jeweiligen Stadt oder ihrer Abfallbetriebe. Wer die Möglichkeit hat, kann einen Weihnachtsbaum übrigens auch selbst kompostieren.

Muss der Weihnachtsbaum vorher abgeschmückt werden?

Ja. «Weihnachtsbäume mit Schmuck werden liegen gelassen», schreibt Kaiserslautern. «Ohne Schmuck, ohne Lametta und ohne Ständer» sollen die Bäume laut Stadt Koblenz sein. Diese Regeln gelten in allen größeren Städten. Mancherorts gibt es auch Größenvorgabe. In Koblenz etwa darf der Baum maximal 1,80 Meter lang sein. In Trier müssen Bäume, die länger als 2,50 Meter sind, in der Mitte durchgesägt werden.

Was passiert mit meinem Baum?

«Die eingesammelten Weihnachtsbäume werden in Biomassekraftwerken energetisch verwertet oder zerkleinert als Bodenverbesserer auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht», schreibt die Stadt Trier auf Anfrage. «Voraussetzung dafür ist, dass jeglicher Weihnachtsschmuck vollständig entfernt wurde.» Diesen Weg geht auch Neustadt an der Weinstraße.

In Ludwigshafen werden die Bäume geschreddert und thermisch als Brennstoffbeigabe verwertet. Auch in Mainz werden aus dem Weihnachtsbaum Hackschnitzel, die in die thermische Verwertung gehen.

Kaiserslautern schreddert die Bäume. «Der feinkörnige Grünabfall wird kompostiert und kann als Blumenerde gekauft werden», heißt es. «Das holzige Grobe landet als Grünbrennstoff im Biomasseheizkraftwerk.»

dpa

Bild: Die Bäume werden nach ihrer Zeit in den Wohnungen weiterverarbeitet. (Symbolbild) | Marcus Brandt/dpa

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Datum: 17.01.2026
Rubrik: Lokales
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