
Obduktionen nach tödlichem Arbeitsunfall in Runkel
Nach dem tödlichen Unfall auf dem Gelände einer Lederfabrik stehen die Todesursache und der Unfallhergang im Fokus. Was die Ermittler jetzt herausfinden wollen.
Runkel/Limburg/Montabaur (dpa) -
Nach dem folgenschweren Arbeitsunfall in Runkel im Lahn-Dill-Kreis sollen Obduktionen Aufschluss über die Todesursache der drei ums Leben gekommenen Männer geben. Diese seien für den heutigen Dienstagabend vorgesehen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Gesundheitszustand der beiden bei dem Unglück lebensgefährlich verletzten Männer sei nach wie vor kritisch.
Der Arbeitsunfall auf dem Gelände einer Lederfabrik am vergangenen Donnerstag hatte für Trauer und Entsetzen in dem 9.500-Einwohner-Städtchen Runkel gesorgt. Am Freitagabend hatten zahlreiche Menschen in einem Trauergottesdienst für die Toten und Verletzten gebetet.
Noch viele Fragen zu dem Unfall offen
Bei den Toten handelt es sich um drei Mitarbeiter des Betriebs. Einsatzkräfte hatten sie und die beiden lebensgefährlich Verletzten aus einer Grube auf dem Firmengelände geholt. Die beiden Verletzten wurden in Kliniken gebracht. Unter ihnen soll ein weiterer Beschäftigter der Lederfabrik sowie ein Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur sein.
Die Behörden waren nach ersten Erkenntnissen davon ausgegangen, dass es in der Grube zu einer tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung gekommen war. «Die Ermittlungen zu den Umständen des Unfalls dauern noch an», erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Offen ist etwa noch der Unfallhergang und warum sich die Männer in der Grube aufhielten. «Es werden alle Umstände in die Ermittlungen einbezogen. Dies erfolgt zurzeit in den Todesermittlungsverfahren», ergänzte der Sprecher, ohne weitere Details zu nennen.
dpa
Bild: Warum starben drei Männer auf dem Gelände einer Lederfabrik in Runkel? Obduktionen sollen diese Frage klären. (Archivbild) | Sascha Ditscher/dpa
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