
Krankenkasse: Mehr Endometriose-Diagnosen in Rheinland-Pfalz
Starke Regelschmerzen und ein unerfüllter Kinderwunsch? Die Ursache könnte Endometriose sein. Früher wurde die gynäkologische Erkrankung viel seltener entdeckt.
Mainz (dpa/lrs) -
In Rheinland-Pfalz ist Endometriose in den vergangenen Jahren deutlich häufiger festgestellt worden. Die Zahl der betroffenen Frauen stieg binnen 20 Jahren um 82 Prozent, wie aus dem Arztreport der Barmer Krankenkasse hervorgeht. Im Jahr 2024 wurde die Diagnose demnach rund 22.500 Mal ausgestellt. Das entspricht 1.080 Fällen je 100.000 Frauen.
Ein Grund für die Zunahme: «Endometriose ist viel stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen, wodurch die Diagnose öfter gestellt wird und für betroffene Frauen Jahre der Ungewissheit entfallen», sagte die Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland, Dunja Kleis. Bei der Therapie müssten neben den Symptomen auch mögliche Organschäden etwa am Darm und ein möglicher Kinderwunsch berücksichtigt werden.
Endometriose ist eine chronische, meist schmerzhafte Erkrankung, bei der außerhalb der Gebärmutterhöhle Gewebe wächst, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt. Das Hauptsymptom einer Endometriose sind Unterleibsschmerzen. Die Analyse basiert nach Angaben der Krankenkasse auf den anonymen Abrechnungsdaten von Barmer-Versicherten in den Jahren 2005 bis 2024 bei ambulanten und stationären Behandlungen. Die Ergebnisse wurden standardisiert und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.
dpa
Bild: Endometriose kann bei Frauen extrem starke Regelschmerzen verursachen und zu einem unerfüllten Kinderwunsch führen. (Symbolbild) | Annette Riedl/dpa/dpa-tmn
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