Waldbrand-Lage stabilisiert sich - Feuerwehrmann verletzt

 

Waldbrand-Lage stabilisiert sich - Feuerwehrmann verletzt

Flammen lodern keine mehr in dem Gebiet am Rotenfels im Kreis Bad Kreuznach. Die Bekämpfung von Glutnestern steht nun im Fokus. Der Kreis spricht von einer Welle der Hilfsbereitschaft.

Traisen/Rüdesheim (dpa/lrs) -

Am vierten Tag des Großeinsatzes stabilisiert sich die Lage rund um den Waldbrand am Rotenfels im Landkreis Bad Kreuznach. In einem Areal des teils mit Munition belasteten Sperrgebiets rücken Feuerwehrleute dem Brand jetzt direkt zu Leibe, an anderer Stelle ist weiter der am Vortag eingetroffene Löschroboter im Einsatz. Es gebe praktisch keine Flammen mehr, sagte Landrätin Bettina Dickes (CDU). 

Ein Feuerwehrmann liegt verletzt im Krankenhaus, wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung sagte. Die Rückkehr der Bewohnerinnen und Bewohner des am Wochenende geräumten Orts Traisen sei problemlos verlaufen. Das Waldgebiet ist laut Kreis jedoch weiterhin abgesperrt, weil es dort Glutnester gebe. 

Noch immer sind hunderte Feuerwehrleute am Rotenfels im Einsatz.

Noch immer sind hunderte Feuerwehrleute am Rotenfels im Einsatz. | Sascha Ditscher/dpa

Löschroboter kühlt Boden

Das gesamte Areal wurde der Sprecherin zufolge in mehrere Abschnitte eingeteilt, in denen unterschiedlich vorgegangen werde. In einem Gebiet nahe Traisen bekämpften Feuerwehrleute den Brand inzwischen aktiv. In dem Areal habe es seit längerer Zeit keine Knallgeräusche mehr gegeben, dort sei vermutlich alle im Boden befindliche Munition abgebrannt. In anderen Abschnitten kühle der Löschroboter das Gelände herunter. 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung seien seit Samstag rund um die Uhr im Einsatz, berichtete die Sprecherin. Sie hätten unter anderem, bevor die Räumung Traisens aufgehoben werden konnte, etwa 150 Fahrten organisiert, bei denen Menschen zumindest kurz mal in ihre Häuser konnten, um vergessene Dinge zu holen oder auch Haustiere zu füttern. 

Der Löschroboter aus Niedersachsen war am Montag im Kreis Bad Kreuznach eingetroffen.

Der Löschroboter aus Niedersachsen war am Montag im Kreis Bad Kreuznach eingetroffen. | Thomas Frey/dpa

In den vergangenen Tagen hätten viele Menschen ihre Hilfe angeboten, sagte die Kreissprecherin weiter. Besitzer von Ferienwohnungen hätten diese für die Menschen aus Traisen angeboten oder hätten angeboten, Tiere bei sich aufzunehmen. Es habe eine große Welle der Hilfsbereitschaft gegeben. 

Mehr als 7.000 Mahlzeiten für die Einsatzkräfte 

Für die Verpflegung der mehr als 600 Einsatzkräfte sind die Kreisverbände Bad Kreuznach und Alzey des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zuständig. Es seien bis jetzt bereits über 7.000 Mahlzeiten serviert und rund 2.000 Getränkekisten vor Ort bereitgestellt worden, sagte DRK-Einsatzleiter Chris Snehotta. 

Damit Verpflegung auch in unwegsames Gelände kommt, hat das DRK geländegängige Fahrzeuge vor Ort, um Essen und Getränke in Thermobehältern zu Verpflegungspunkten zu bringen.

dpa

Bild: Feuerwehrleute gehen gegen Glutnester vor. | Sascha Ditscher/dpa

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Datum: 30.06.2026
Rubrik: Lokales
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