
Waldbrand im Kreis St. Wendel breitet sich weiter aus
In der Nähe einer Kläranlage im saarländischen Kreis St. Wendel brennen mehrere Hektar Wald. Über 300 Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen. Was Bewohner der Region beachten müssen.
Saarbrücken (dpa/lrs) -
Im Saarland bekämpfen derzeit über 300 Einsatzkräfte einen Waldbrand - zwischen Primstal und Kastel (Kreis St. Wendel). «Es fing mit einer Größe von zwei Fußballfeldern an und hat sich jetzt deutlich vergrößert», sagte eine Polizeisprecherin in Saarbrücken. Der Brand habe sich mittlerweile auf eine Fläche von knapp fünf Hektar ausgedehnt, teilte das saarländische Innenministerium mit.
Warnmeldungen für Bevölkerung
Nach derzeitiger Lageeinschätzung seien keine Evakuierungen erforderlich, da sich die Flammen aktuell ausschließlich im Waldgebiet ausbreiten. Die nahe Landstraße 147 sei aber vorsorglich gesperrt worden und der Rauch mache sich auch auf der nahegelegenen Autobahn 1 bemerkbar.
Die Bevölkerung wird gebeten, die Warnmeldungen und Hinweise der Behörden zu beachten - und den Einsatzbereich weiträumig zu meiden, damit die Einsatzkräfte ungehindert arbeiten können. In einer aktuellen Warnmeldung werden die Menschen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten.
Flammen an Steilhang
Der Brandherd befindet sich in der Nähe einer Kläranlage an einem Steilhang und ist derzeit nicht unter Kontrolle, hieß es. Trotz der vielen Einsatzkräfte breitet sich das Feuer demnach weiter Richtung Süden aus. Landesbrandinspekteur Timo Meyer und Saar-Innenminister Reinhold Jost (SPD) machten sich vor Ort ein Bild von der Lage und den Einsatzmaßnahmen.
Auch der Polizeihubschrauber aus Rheinland-Pfalz ist im Einsatz. Er hilft mit Löschwasser aus der Talsperre und die Besatzung gibt Lage-Einschätzungen aus der Luft, so das Ministerium. Auch anhand von Satellitenbildern werde die Situation am Boden beobachtet. Das Ziel sei, die weitere Entwicklung des Brandes im Blick zu haben und mögliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen.
dpa
Bild: Es brennt ausschließlich in einem Waldgebiet - doch das Feuer ist nicht unter Kontrolle. | Florian Blaes/dpa
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