
Internationale Razzia wegen Autolieferungen nach Russland
Zwei Unternehmer sollen EU-Sanktionen umgangen haben. Ermittler pfändeten daher Vermögenswerte in Deutschland, Österreich und Belgien.
Kaiserslautern (dpa/lrs) -
Weil sie verbotenerweise 53 Autos und sechs Sattelschlepper über Drittstaaten nach Russland geliefert haben sollen, sind bei zwei Unternehmern in Rheinland-Pfalz und Österreich Wohn- und Geschäftsräume durchsucht worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern mitteilte, wurde zur Abschöpfung des illegalen Gewinns ein sogenannter Vermögensarrest von etwa sieben Millionen Euro erlassen. Die Razzia fand demnach bereits am 8. September in Neustadt an der Weinstraße und in Wien statt.
Der Aktion waren Ermittlungen deutscher, österreichischer und belgischer Behörden vorausgegangen. Die Unternehmer sollen von Herbst 2022 bis Ende 2024 gegen die Russland-Sanktionen der EU verstoßen haben. Um den illegalen Export zu verdecken, sollen sie die Fahrzeuge insbesondere über Belarus, Kirgistan und Georgien nach Russland geliefert haben.
In Rheinland-Pfalz seien zwei hochwertige Fahrzeuge und in Wien 85.000 Euro Bargeld sowie auf Konten in Deutschland, Österreich und Belgien insgesamt 278.000 Euro gepfändet worden, hieß es. Bei dem Unternehmer in Neustadt wurden zudem drei Jagdgewehre und Munition beschlagnahmt. Die beiden Unternehmer schweigen der Anklagebehörde zufolge zu den Vorwürfen.
dpa
Bild: Die Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern führt das Ermittlungsverfahren. (Symbolbild) | Marcus Brandt/dpa
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